Warum Unternehmen von Freelancern mehr profitieren als von einem großen IT-Dienstleister

Bei der Entscheidung einer Auftragsvergabe an einen oder mehrere Freelancer im Vergleich zu einem größeren IT Dienstleister wird häufig der sog. Bus-Faktor angeführt. Dabei geht es darum das Risiko eines Projektstillstands abzuschätzen: Wie viele Personen können ausfallen bis ein Projekt stillsteht? Aus meiner Sicht ist das Argument gegen Freelancer nur ein – zwar häufig anzutreffendes – Vorurteil. Ich war schon in mehr als einem Projekt von einem IT-Dienstleister unter Vertrag genommen worden und dabei aber die einzige (oder letzte 🙂 Person mit Projekt Know-How. D.h der Endkunde denkt er hätte einen großen IT-Dienstleister mit der entsprechenden personellen Sicherheit und hat eigentlich doch „nur“ einen Freelancer – diesen aber dann mit einem kräftigen Aufschlag, denn in diesem Fall verdienen an jeder geleisteten Stunde mind. 2 Parteien.

Dazu kommt noch ein anderes Phänomen: Für den Freelancer ist jeder Kunde extrem wichtig – er wird versuchen jedes Projekt zum bestmöglichen Abschluss zu bringen. Ein großer Dienstleister hat natürlich nicht nur Top-Performer und muss diese auf die wichtigsten Projekte verteilen. Deshalb werden oft zu Beginn die fähigsten Mitarbeiter in ein Projekt eingebracht. Früher oder später werden diese aber zum nächsten großen Projekt weitergereicht – und es werden Junior Entwickler eingelernt die dann das Projekt weiterführen. Oft sinkt dann die Qualität und die Kosten steigen. Ein Freelancer kann sich so etwas nicht leisten, weil eben immer das aktuelle Projekt das wichtigste ist.

Es gibt also einige gute Argumente für Unternehmen, Freelancer direkt zu beauftragen.

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